Unser dreitägiges Jahrestreffen – intern liebevoll Scheißkongress genannt – fand im Ökodorf Sieben-Linden statt. Dort gibt es ausschließlich Trocken-Trenn-Toiletten.

Das Dorf hat eine Dauergenehmigung, die Feststoffe aus den Klos zu vererden. Max zeigte uns den Kacke-Kompost. Zuerst kommen die festen Kloinhalte in Eichenhäuschen, wo sie mit Grünschnitt vermischt werden. Mikroorganismen erhitzen die Biomasse auf über 65 Grad, so dass alle Krankheitskeime absterben.

Das Dorf hat eine Dauergenehmigung, die Feststoffe aus den Klos zu vererden. Max zeigte uns den Kacke-Kompost. Zuerst kommen die festen Kloinhalte in Eichenhäuschen, wo sie mit Grünschnitt vermischt werden. Mikroorganismen erhitzen die Biomasse auf über 65 Grad, so dass alle Krankheitskeime absterben.

Danach wird alles auf lange Mieten umgelagert. Die sind nach drei Jahren reif, um im Zierpflanzenbereich als hervorragender Dünger ausgebracht zu werden. Der Urin wird in Siebenlinden zusammen mit dem anderen Abwasser aus Küchen und Badezimmern in einer Pflanzenkläranlage aufbereitet.

Neben zahlreichen Impulsvorträgen und Workshops habenwir auch an einer Strategie für die kommenden drei Jahre gearbeitet. Dafür haben wir uns gemeinsame Ziele gesteckt. Ganz klar: Wir wollen einen Durchbruch erreichen beim Düngerecht, damit Urin und Fäzes endlich offiziell als Ausgangsstoffe für Dünger erlaubt sind – dann ist eine rasche Skalierung unseres Ansatzes möglich. Außerdem sollen mehrere Pilotprojekte im Geschossbau auf dem Weg sein. Und wir wollen sowohl der Fachöffentlichkeit als auch vielen Kindern und Jugendlichen die Vorteile einer echten Kreislaufwirtschaft vermittelt haben. An die Arbeit!